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Digitale Rechteverwaltung durch Wasserzeichen

Digitale Rechteverwaltung durch digitale Wasserzeichen

Die digitale Rechtverwaltung (englisch: Digital Rights Management, kurz DRM) umfasst solche elektronischen Verfahren und Maßnahmen, mit denen die Nutzung, Vervielfältigung sowie Verbreitung digitaler Medien kontrolliert werden kann.

Digitalisierte Inhalte wie Musik, Filme, Bilder, Bücher, Dokumente oder Software lassen sich im Gegensatz zu ihren analogen Vorgängern nahezu ohne Einschränkung vervielfältigen und verbreiten. Dies hat in der Vergangenheit wiederholt zu Konflikten zwischen Rechteinhabern und Konsumenten geführt. Sämtliche Branchen der Kreativwirtschaft beklagen Umsatzrückgänge aufgrund illegaler Vervielfältigungen von geistigem Eigentum. Durch die DRM sollen illegale Reproduktionen sowie das unerlaubte Austauschen solcher Medien verhindert und somit die Verwertungsrechte der Urheber und Verlage geschützt werden.

Solche Technologien bieten den Rechteinhabern die Möglichkeit, die Verwendung und Weitergabe ihrer digitalisierten Inhalte zu kontrollieren und deren Abrechnung mit den Konsumenten je nach Umfang der Nutzung zu individualisieren. Exemplarisch ist hier der zuvor erwähnte Kopierschutz durch Drucklizenzen.

Digitale Wasserzeichen für digitale Notenblätter

Unter dem Begriff Digital Rights Management werden eine Vielzahl von Technologien zum Schutze geistigen Eigentums und der Wahrung der Urheberrechte zusammengefasst. Bekannte Beispiele für DRM-Systeme sind Adobe Digital Editions für eBooks, FairPlay von Apple oder das Microsoft Windows Media Digital Rights Management. Hierbei wird oft das elektronische Verfahren der digitalen Wasserzeichen verwendet.

Durch digitale Wasserzeichen werden festgelegte Informationen direkt mit dem Medienprodukt verknüpft. Bei dieser werkbezogenen Markierung können beispielsweise Informationen zum Urheber oder der Herkunft des Materials unwiderruflich gespeichert werden. Hierbei wird generell zwischen wahrnehmbaren und nicht-wahrnehmbaren Wasserzeichen unterschieden.

Bei wahrnehmbaren digitalen Wasserzeichen wird eine akustische oder optische Markierung vorgenommen. So kann auf einem Notenblatt zum Beispiel ein Firmenlogo gedruckt sein. Auf diesem Wege wird eine Qualitätsminderung des Werkes erreicht, um einen illegalen Gebrauch unattraktiv zu machen und somit verhindern zu können. Im Anschluss an den Kaufvorgang des Inhaltes wird die sichtbare Markierung vom Anbieter entfernt.

Im Falle von nicht-wahrnehmbaren Wasserzeichen werden rechtebezogene Informationen mithilfe eines Algorithmus mit dem Trägermedium verbunden. Sogenannte robuste Wasserzeichen enthalten dabei vor allem rechtebezogene Details, um Authentizitäten und Nutzungsrechte bestimmen zu können. Fragile Wasserzeichen wiederum dienen der Kontrolle der Integrität des Datenmaterials, um dieses vor Manipulationen zu schützen.

 

Foto © "Copyright" von Dennis Skley auf flickr unter einer Creative Commons Lizenz

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