Musik veröffentlichen – alle Wege im Überblick
Streaming kennt jeder. Aber es gibt einen zweiten Weg Musik zu veröffentlichen – und einen cleveren Grund warum beide zusammen mehr ergeben als die Summe ihrer Teile.
Wer heute Musik selbst veröffentlichen möchte, denkt zuerst an Spotify, Apple Music und YouTube. Verständlich – das sind die Plattformen auf denen Musik gehört wird. Aber Musik veröffentlichen bedeutet mehr als eine Aufnahme hochzuladen. Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Wege – und die meisten Musiker gehen nur einen davon.
Dieser Artikel erklärt beide. Ohne Werbung für einzelne Dienste – und mit einem ehrlichen Blick auf den Weg der am häufigsten übersehen wird.
Was bedeutet „Musik veröffentlichen" überhaupt?
Musik veröffentlichen bedeutet: ein Werk öffentlich zugänglich machen – so dass es gehört, gespielt oder erworben werden kann. Wie das geschieht hängt davon ab in welcher Form die Musik erscheint.
Zwei Formen stehen zur Wahl: als Aufnahme (Streaming, Download, physischer Tonträger) oder als Notenausgabe (zum Spielen, für Ensembles, für den Unterricht). Die meisten Musiker kennen nur den ersten Weg. Dabei ist der zweite mindestens genauso real – und erschließt völlig andere Märkte und Einnahmequellen.
Weg 1: Aufnahmen veröffentlichen – digitaler Musikvertrieb
Der bekannteste Weg. Eine fertige Aufnahme wird über einen Musikvertrieb – auch Aggregator oder Distributor genannt – an Streaming-Plattformen und digitale Stores weitergegeben.
Wie funktioniert das? Der Musiker lädt seine Aufnahme beim Aggregator hoch und die Musik erscheint auf Spotify, Apple Music, Amazon Music, Deezer, YouTube Music, TikTok und weiteren Plattformen. Kein Label nötig, kein Plattenvertrag. Musik selbst veröffentlichen war noch nie so zugänglich wie heute.
Diese Anbieter sind sogenannte DIY-Vertriebe – das bedeutet: der Künstler macht alles selbst, der Anbieter stellt nur das technische System bereit. Im Unterschied dazu gibt es betreute Vertriebe die aktiv Marketing und Artist-Management übernehmen – aber das ist ein eigenes Thema.
Bekannte DIY-Anbieter im DACH-Raum: Recordjet aus Berlin ist einer der ältesten und bekanntesten deutschen Musikvertriebe – gegründet 2008, unabhängig und eigentümergeführt, zahlt 100% der Einnahmen gegen eine Jahresgebühr. iGroove aus der Schweiz ist im DACH-Raum sehr beliebt, besonders bei Künstlern die persönlichen Support schätzen. Rebeat ist ein österreichischer Anbieter mit regionaler Stärke. Feiyr und Artistfy sind deutsche Optionen mit Flatrate-Modellen. International führend sind TuneCore und DistroKid – beide auch im DACH-Raum weit verbreitet.
Welches Kostenmodell passt zu mir? Die Anbieter unterscheiden sich grundlegend: manche nehmen eine Jahresgebühr und zahlen 100% der Einnahmen aus, andere sind kostenlos aber behalten einen prozentualen Anteil. Welches Modell günstiger ist hängt von den eigenen Streamingzahlen ab. Einen ausführlichen Vergleich der wichtigsten Anbieter und Kostenmodelle behandeln wir in einem eigenen Artikel.
Was Streaming einbringt: Die Vergütung pro Stream ist gering – typischerweise zwischen 0,0002 und 0,005 Euro je nach Plattform. Nennenswerte Einnahmen entstehen erst ab hunderttausenden Streams. Für die meisten unabhängigen Musiker ist Streaming deshalb weniger Einnahmequelle als Sichtbarkeits-Instrument: die Aufnahme macht die Musik hörbar und auffindbar.
Was für die Veröffentlichung nötig ist: Eine fertige Aufnahme in ausreichender Qualität (WAV oder FLAC), Cover-Artwork im richtigen Format und eine GEMA-Anmeldung wenn man Tantiemen aus dem Streaming erhalten möchte.
Was Streaming nicht kann: Streaming erreicht Hörer – aber keine Spieler. Wer seine Musik nicht nur hören sondern auch spielen möchte, findet sie auf Streaming-Plattformen nicht. Dafür braucht es einen zweiten Weg.
Weg 2: Notenausgaben veröffentlichen – der übersehene Weg
Neben Aufnahmen gibt es einen zweiten Weg Musik unabhängig zu veröffentlichen: als Notenausgabe. Eine professionell gesetzte Partitur die auf Notenportalen verkauft wird – als sofortiger Download, als gedruckte Ausgabe oder beides.
Das klingt nach Nischenpublikum. Ist es nicht.
Notenportale wie Musicnotes, notendownload.com, Alle Noten oder Sheet Music Plus haben zusammen Millionen aktiver Nutzer – Klavierschüler, Chorleiter, Gitarristen, Musiklehrer, Ensembles, Kirchenmusiker. All diese Menschen suchen aktiv nach Noten zu Stücken die sie spielen möchten. Und sie zahlen dafür: typischerweise zwischen 3,99 und 9,99 Euro pro Ausgabe.
Was Notenausgaben einbringen: Der Ertrag pro Verkauf ist deutlich höher als beim Streaming. Wer eine Notenausgabe für 4,99 Euro verkauft, behält nach Plattformgebühren in der Regel 2,50 bis 3,50 Euro – pro Verkauf. Wer zehn Ausgaben im Monat verkauft, verdient damit mehr als mit zehntausend Streams.
Dazu kommen Aufführungstantiemen wenn Bands, Chöre oder Ensembles das Stück öffentlich aufführen, und Kopierlizenz-Tantiemen über die VG Musikedition wenn Institutionen die Noten kopieren. Neu hinzu kommen Noten-Abonnementdienste wie nkoda – Plattformen die Bibliotheken und Institutionen einen Abo-Zugang zu Notenausgaben bieten und die Vergütung nach Nutzungsdauer abrechnen. Vergleichbar mit dem Streaming-Modell für Musik – aber für Noten.
Was für eine Notenveröffentlichung nötig ist: Eine professionell gesetzte Notenausgabe – erstellt aus einer Aufnahme, einer MIDI-Datei oder einer handgeschriebenen Skizze. Wer keine Noten schreiben kann, lässt sie erstellen. Mehr dazu auf soundnotation.com/de/notenerstellung.
Warum beide Wege zusammengehören
Streaming und Notenausgaben schließen sich nicht aus – sie ergänzen sich.
Die Aufnahme auf Spotify macht das Stück hörbar und weckt Interesse. Wer das Stück hört und es selbst spielen möchte, googelt „[Titel] Noten" und landet auf einem Notenportal. Wer dort eine professionelle Ausgabe findet, kauft sie.
Das ist kein theoretisches Szenario. Es ist der Weg den Millionen Notenkäufer täglich gehen: hören auf Spotify, kaufen Noten auf einem Portal. Wer auf beiden Wegen präsent ist, nimmt an beiden Teilen dieser Reise teil – mit derselben Musik, ohne doppelten Aufwand.
Soundtribution und Soundnotation – ein cleveres Duo
Wer sowohl Aufnahmen als auch Notenausgaben veröffentlichen möchte, hat mit Soundtribution und Soundnotation eine besonders clevere Kombination zur Hand – denn beide Dienste greifen auf dieselbe Datenbank zurück.
Das bedeutet: Künstler und Werke werden einmal angelegt – und stehen automatisch in beiden Systemen zur Verfügung. Keine doppelte Datenpflege, kein manuelles Übertragen von Metadaten. Wer auf Soundnotation eine Notenausgabe anlegt, hat den Künstler bereits auf Soundtribution verfügbar – und umgekehrt.
Für Musiker die in beiden Bereichen aktiv sind, ist das eine echte Arbeitserleichterung gegenüber dem Einsatz verschiedener unabhängiger Anbieter. Eine Plattform-Welt statt zwei getrennte Systeme.
Für Aufnahmen: soundtribution.com Für Notenausgaben: soundnotation.com/de/vertrieb
Was ist mit Label und Musikverlag?
Für die meisten unabhängigen Musiker gilt: der digitale Direktvertrieb – sowohl für Aufnahmen als auch für Noten – ist der flexiblere und meist einträglichere Weg. Wer die volle Kontrolle über seine Musik und seinen Preis behalten möchte, ist ohne Vertragsabtretung besser aufgestellt.r Hilfe bei der Erstellung der erforderlichen Partituren oder Leadsheets benötigt, findet alle Informationen auf soundnotation.com.
Korrekt eingestufte Werke bedeuten über Jahre hinweg spürbar mehr Vergütung – der Aufwand für den Antrag lohnt sich.
Fazit: Musik veröffentlichen hat zwei Dimensionen
Warum Notenausgaben für Musiker und Produzenten mehr einbringen als die meisten denken, erklärt der Artikel Warum Noten? Was Musiker und Produzenten über den Wert von Notenausgaben wissen sollten.
Soundnotation unterstützt dich bei der Erstellung und Verwertung von Musikwerken in Notenform mit einem modernen, plattformorientierten Ansatz. Ohne Aufwand kannst du so zeit- und kostensparend neue Märkte und Zielgruppen erschließen.
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