Noten erstellen lassen – Kosten, Ablauf und was man wissen sollte
Was professionelle Notenerstellung und Notensatz beauftragen kostet, wie der Ablauf funktioniert – und wann es sich lohnt.
Wer Musik macht aber keine Noten schreiben kann – oder wer keine Zeit hat es selbst zu tun – kommt irgendwann an denselben Punkt: die Musik existiert als Aufnahme, als MIDI-Datei oder als handgeschriebene Skizze. Aber als Notenausgabe die man verkaufen, veröffentlichen oder einreichen kann, existiert sie noch nicht.
Noten erstellen lassen ist die Lösung. Dieser Artikel erklärt was das konkret bedeutet, was es kostet – und worauf man achten sollte.
Was bedeutet „Noten erstellen lassen" genau?
Je nach Ausgangsmaterial und Ziel gibt es verschiedene Leistungen:
Transkription aus Audio oder Aufnahme – eine bestehende Aufnahme wird in Noten umgewandelt. Das ist die häufigste Anfrage: ein Stück existiert als MP3 oder WAV und soll als spielbare Notenausgabe veröffentlicht werden.
Notenerstellung aus MIDI – wer in einer DAW produziert hat, kann die MIDI-Daten als Grundlage nutzen. Je sauberer und strukturierter die MIDI-Datei, desto direkter der Weg zur fertigen Notenausgabe – bei gut aufbereiteten MIDI-Daten der effizienteste Weg.
Arrangement beauftragen – ein bestehendes Stück soll für eine andere Besetzung gesetzt werden. Aus einem Popsong wird ein Klavierarrangement, aus einem Klavierstück ein Chorsatz oder ein Streichquartett.
Reiner Notensatz (Reinschrift) – wer bereits handgeschriebene Noten, eine handschriftliche Kompositionsskizze oder eine ältere gedruckte Ausgabe hat, lässt diese professionell digitalisieren und druckfertig aufbereiten. Wichtig: das Material sollte gut lesbar und wenn möglich gut abfotografiert oder eingescannt sein – je klarer die Vorlage, desto präziser das Ergebnis.
Lektorierung aus MusicXML – wer Noten in einer Notationssoftware selbst erstellt hat, kann die fertige MusicXML-Datei professionell lektorieren und veröffentlichungsfertig layouten lassen. Ideal für Komponisten die das Notieren selbst beherrschen aber eine professionelle Endaufbereitung wollen.
Komplettservice inkl. Vertrieb – das Stück wird transkribiert oder arrangiert, professionell gesetzt, mit Cover versehen und direkt an die relevanten Notenportale weltweit distribuiert.
Was kostet Notenerstellung?
Der Preis richtet sich nach der Besetzung und der Länge des Stücks – berechnet wird pro Sekunde Spielzeit. Das macht den Preis transparent: ein kurzes Stück kostet wenig, ein längeres entsprechend mehr – ohne dass man für eine einfache Ausgabe denselben Pauschalpreis zahlt wie für eine komplexe.
Preisübersicht bei Soundnotation:
| Transkriptionsart | Preis pro Sekunde | Beispiel 3 Minuten | |
| Leadsheet (Melodie, Text, Akkorde) | 0,37 € / Sek. | ca. 67 € | |
| Klavier Solo | 0,37 € / Sek. | ca. 67 € | |
| Gesang & Klavierbegleitung | 0,47 € / Sek. | ca. 85 € | |
| Streichquartett | 0,67 € / Sek. | ca. 121 € |
Alle Preise netto. Für Auftraggeber mit gültiger USt-IdNr. innerhalb der EU sowie für Auftraggeber aus Drittstaaten fällt keine deutsche MwSt. an.
Wann lohnt sich Notenerstellung?
Die Frage stellt sich vor allem für Musiker und Produzenten die ihre Musik bisher nur als Aufnahme veröffentlicht haben. Entscheidend ist ob das Stück eine realistische Nachfrage nach Noten hat.
Besonders lohnend sind Stücke die eine Funktion erfüllen oder eine starke emotionale Wirkung haben. Musik die für einen bestimmten Moment gemacht ist – eine Hochzeit, ein Gottesdienst, ein Konzertauftritt, eine Schulaufführung – wird von anderen gespielt werden wollen. Genauso Stücke mit einer eingängigen Melodie, einem starken Text oder einer Botschaft die berührt: Wer sich mit einem Stück identifiziert, möchte es auch selbst spielen.
Konkrete Genres die auf Notenportalen erfahrungsgemäß stark verkaufen: populäre Popsongs und Hits, zeitgemäße Weihnachtslieder und Adventsstücke, Hochzeitsmusik, Kirchenmusik und Gottesdienstrepertoire, Film- und Serienmusik sowie Stücke mit regionalem oder kulturellem Bezug.
Auch Eigenkompositionen mit einer bestehenden Fanbasis verkaufen gut – wer Fans hat die seine Musik spielen möchten, findet in Notenausgaben eine direkte und dauerhafte Einnahmequelle.
Als grobe Orientierung: Die Erstellungskosten für ein einfaches Klavierarrangement sind bei einem Verkaufspreis von rund 4,99 € bereits nach einer überschaubaren Anzahl von Verkäufen gedeckt – und danach fließen die Einnahmen weiter ohne weiteren Aufwand. Bei Ensembleausgaben mit höherem Verkaufspreis rechnet sich das noch schneller: ein Streichquartett-Arrangement zu 19,99 € braucht deutlich weniger Verkäufe um kostendeckend zu sein. Vom Verkaufspreis sind MwSt. und ggf. der Anteil des Vertriebsportals abzuziehen – wer direkt verkauft, behält entsprechend mehr.
Es lohnt sich weniger wenn: das Stück ein hochspezialisiertes Nischenstück ohne nennenswerte Nachfrage ist, oder wenn bereits viele Arrangements desselben Titels auf dem Markt sind.
Was man für die Notenerstellung mitbringen sollte
Je besser das Ausgangsmaterial, desto schneller und präziser das Ergebnis.
Für Transkription aus Audio: Eine möglichst saubere Aufnahme – am besten eine Studio-Aufnahme oder ein Mix ohne zu viel Hall und Nebengeräusche. Live-Mitschnitte mit Publikumsgeräuschen erschweren die Transkription erheblich.
Für MIDI-basierte Erstellung: Die MIDI-Datei direkt aus der DAW exportiert, möglichst sauber quantisiert und mit klarer Spurstruktur.
Für Reinschriften: Handschriften, Skizzen oder ältere gedruckte Ausgaben sollten gut lesbar sein – als sauberes Foto oder hochwertiger Scan. Je klarer die Vorlage, desto weniger Rückfragen und desto schneller das Ergebnis.
Für MusicXML-Lektorierung: Die fertige MusicXML-Datei aus der Notationssoftware sowie Angaben zu gewünschtem Layout, Format und Zielportalen.
In allen Fällen hilfreich: Angaben zur gewünschten Besetzung, zum Schwierigkeitsgrad der Zielgruppe und zu besonderen Wünschen wie Fingersätze, Dynamikangaben oder spezifische Formatierungen.
Was ist mit dem Urheberrecht?
Wer eigene Kompositionen transkribieren oder als Arrangement veröffentlichen lässt, ist rechtlich klar aufgestellt – die Rechte liegen beim Komponisten selbst.
Wer hingegen fremde Stücke als Arrangement veröffentlichen möchte, braucht vorab die schriftliche Genehmigung des Originalrechteinhabers – also des Verlags oder Komponisten der die Rechte hält. Soundnotation unterstützt bei der Notenerstellung; die Einholung der Lizenz liegt beim Auftraggeber. Den Rechteinhaber eines geschützten Werks kann man häufig direkt kontaktieren – oder über die GEMA-Werkdatenbank herausfinden wer die Rechte hält.
Werke die gemeinfrei sind – also Kompositionen deren Urheber seit mehr als 70 Jahren verstorben sind – können ohne Genehmigung arrangiert und veröffentlicht werden.
Wie der Ablauf bei Soundnotation funktioniertrrecht?
Der Prozess ist unkompliziert gehalten – für Einzelaufträge genauso wie für Komponisten die regelmäßig Ausgaben veröffentlichen wollen.
Wer einen Auftrag erteilt, lädt das Ausgangsmaterial hoch, wählt die gewünschte Leistung und Besetzung und erhält die fertige Notenausgabe direkt im Soundnotation Catalogue. Von dort kann sie mit einem Klick an alle angebundenen Notenportale weltweit distribuiert werden. Korrekturen und Anpassungen sind im Prozess eingeplant.
Wer regelmäßig Noten veröffentlicht, baut seinen Katalog Stück für Stück auf – jede neue Ausgabe kommt direkt ins System, wird mit Metadaten versehen und automatisch verteilt.
Was am Ende herauskommt
Eine professionelle Notenausgabe – mit sauberem Notenbild, korrekten Metadaten, automatisch erstelltem Hörbeispiel, Cover und Impressum. Fertig zur Veröffentlichung und Distribution auf den großen Notenportalen weltweit.
Wer seine Musik bisher nur als Aufnahme veröffentlicht hat, erschließt damit eine neue Einnahmequelle die dauerhaft und ohne weiteren Aufwand funktioniert. Warum das für Musiker und Produzenten wichtiger ist als viele denken, erklärt der Artikel Warum Noten? Was Musiker und Produzenten über den Wert von Notenausgaben wissen sollten.
Alle Informationen zur Notenerstellung und zum Start eines Auftrags auf soundnotation.com/de/notenerstellung.
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